Hinzurechnung von Zinsen bei der Gewerbesteuer europarechtswidrig?

Im vorliegenden Fall zahlte eine inländische Kapitalgesellschaft Dauerschuldzinsen an ihre alleinige Anteilseignerin, eine niederländische Kapitalgesellschaft. Diese Zinsen wurden im Streitjahr 2004 nach der geltenden Fassung des § 8(1) GewStG wieder zur Hälfte hinzugerechnet.Hier zweifelt der Bundesfinanzhof an, dass diese gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen von Darlehenszinsen europarechtskonform sind. Nach der EU-Zins- und Lizenzrichtlinie sind grenzüberschreitende Zinszahlungen zwischen Unternehmen im Ansässigkeitsstaat des zahlenden Unternehmens steuerbefreit. Voraussetzung hierfür ist eine Beteiligung von mindestens 25 Prozent. Daher stellt sich die Frage, ob die Darlehenszinsen beim zahlenden Unternehmen steuerlich voll abzugsfähig bleiben müssen. Auch für die ab 2008 geltende Neuregelung für die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Zinsen, § 8 (1a) GewStG, ist diese Grundsatzfrage von Bedeutung.Mit der Beantwortung der Frage hat sich nun der Europäische Gerichtshof zu befassen, der vom BFH angerufen wurde. (BFH v. 27.05.2009 – I R 30/08)

Erstellt am Freitag 30. Oktober 2009
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Gewerbesteuerrückstellung 2008

Die Gewerbesteuer ist ab 2008 keine steuerlich abzugsfähige Betriebsausgabe mehr. Trotz des Abzugsverbotes ist die Bildung der Gewerbesteuerrückstellung in der Steuerbilanz zulässig. Die OFD Rheinland Weiterlesen »

Erstellt am Samstag 4. Juli 2009
Unter: Allgemein, Bewertung, Gewerbesteuer, Steuerrecht | Keine Kommentare »

Steuerbilanz: Bildung einer Gewerbesteuerrückstellung (OFD)

Die OFD Rheinland hat klargestellt, dass auch nach Einführung des Betriebsausgabenabzugsverbots (§ 4 Abs. 5b EStG) in der Steuerbilanz eine Gewerbesteuerrückstellung zu bilden ist. Die Gewerbesteuerrückstellung mindere somit auch Weiterlesen »

Erstellt am Mittwoch 13. Mai 2009
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